Amnesty Deutschland

Human Trade Network, Juni 2017

 

Im Juni 2017 endete mit einer Theaterwoche als Höhepunkt das Human Trade Network, ein internationales Theaterprojekt rund um das Thema Menschenhandel. Wir hatten das Vergnügen, die Theaterabende mit Infoständen, einer eigens entwickelten Ausstellung sowie diversen kleinen Projekten begleiten zu können.

 

 

Queeramnesty Bundestreffen 2016 in Freiburg

 

20 Jahre Queeramnesty – und das alljährliche Bundestreffen des trinationalen Themennetzwerkes erstmals in Freiburg. Knapp 40 Delegierte, dazu Referenten aus Bangladesch, Frankreich und Grossbritannien tagten im November in Freiburg zu den aktuellen Aspekten der Arbeit von Queeramnesty. Das nachfolgende Bild entstand auf dem Weg zur öffentlichen Kundgebung an der Johanneskirche.

 

 

Aktion

 

 

 

  

Therapie nach Flucht und Trauma

 

Folter ist grausam und unmenschlich. Folter stoppen heißt Menschen schützen. 

Im November 2016 lud die Stadtgruppe zu einer Matinee zu dem Thema „Therapie nach Flucht und Folter“. 35 Zuhörer waren der Einladung ins Café Jos Fritz gefolgt. Sie hörten zunächst bedrückende Szenen über Krieg, Folter, Verfolgung und Flucht aus dem Buch „Verlorene Sterne“ (gelesen von Angelika Bilger und Susanne Knickmeier, Stadtgruppe Freiburg). Der Autor Human Mirrafati war zu der Lesung aus Berlin angereist und beantwortete den Zuhörer Fragen zu seinen Erfahrungen mit großer Offenheit.

Die Thematik von Kriegserfahrungen, Folter und traumatischen Erlebnissen hat bis heute nichts an ihrer Aktualität verloren. Über 65 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Zu viele von ihnen haben Erfahrungen mit Folter während ihrer Inhaftierung gemacht. Allein für den Zeitraum von 2009 bis 2014 hat Amnesty International aus 141 Ländern glaubwürdige Berichte über Folter und Misshandlung erhalten.

Angelika Rees von der Psychotherapeutischen Anlaufstelle für MigrantInnen Freiburg (PAMF) informierte anschließend über den aktuellen Stand von Therapiemöglichkeiten nach Flucht und Folter und die Notwendigkeit von Therapien für Flüchtlinge. Frau Rees betonte besonders die Schwierigkeiten von traumatisierten Flüchtlingen beim Zugang zu einem qualifizierten Hilfsangebote.

Amnesty International unterstützt seit 2015 die professionelle Behandlung von Flüchtlingen und Folteropfern und die Aufarbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse, damit sie eine Chance auf eine lebenswerte Zukunft haben.

http://www.amnesty.de/2016/2/10/hilfe-fuer-traumatisierte-fluechtlinge

Das Buch „Verlorene Sterne“ schrieb Human Mirrafati unter seinem Künstlernamen Schwian Bamdad. Es ist im Verlagshaus Schlosser erschienen.

 

 

Human Mirrafati mit Mitgliedern der Stadtgruppe

 

 

 

 

 

LGBT under the rainbow – die Situation in der Ukraine

 

Im November 2016 war Andriy Maymulakhin, Mitbegründer und Aktivist bei der ukrainischen LGBT-Gruppierung „Nash Mir“ auf Einladung von Queeramnesty Deutschland im Rahmen einer Speakers-Tour in Deutschland unterwegs. Auch in Freiburg legte er einen Zwischenstopp ein. Zahlreiche interessierte Zuhörer*innen lauschten seinem Bericht über die Situation von LGBT in der Ukraine. Das Foto zeigt ihn bei seinem Vortrag in der Universität Freiburg.

 

 

Veranstaltung Andriy 2

 

 

 

 

 

Flüchtlingspolitik auf dem Mittelmeer

 

In Kooperation mit dem Info-Point Europa der Stadt Freiburg lud die Stadtgruppe von Amnesty International zu einer Veranstaltung über die Flüchtlingspolitik auf dem Mittelmeer in die Stadtbibliothek Freiburg ein.

Über 40 Zuhörer waren der Einladung gefolgt und erlebten einen interessanten Abend. Zunächst referierte Susanne Knickmeier von der Amnesty-Stadtgruppe in Freiburg über die rechtliche Situation und staatliche Maßnahmen zur Grenzsicherung auf dem Mittelmeer.

Auch wenn die Grenzschutzagentur Frontex mit der Operation Triton auch zur Seenotrettung unterwegs ist, bleibt der Schwerpunkt von Frontex die Grenzsicherung und Kriminal-prävention, nicht aber humanitäre Rettungseinsätze.

 

Amnesty International fordert von der Europäischen Union seit Jahren, dass die Rettung von Flüchtlingen Priorität haben muss. Denn die staatlichen Rettungsmaßnahmen reichen bei weitem nicht. Seit einigen Jahren sind daher private humanitäre Hilfsorganisationen auf dem Mittelmeer unterwegs, um Flüchtlinge in Seenot zu retten.

Dieter Baumgartner aus Kandern war als ehrenamtlicher Rettungssanitäter im Mai 2016 zwei Wochen auf der Sea Watch 2 im Mittelmeer unterwegs und erlebte, was die europarechtlichen Regelungen zur Grenzsicherung auf dem Mittelmeer für Konsequenzen für den Einzelnen haben.

Baumgartner schilderte eindrücklich seine Erlebnisse auf dem Mittelmeer und gab den Zuhörern sehr persönliche Einblicke in seine Erfahrungen bei der Rettung von Flüchtlingen, die auf völlig überfüllten Schlauchbooten unterwegs waren, oder auch bei der Bergung von Ertrunkenen. Auch wenn es unzählige sind, so trauert doch um jeden ertrunkenen Flüchtling eine Familie und mit jedem ertrunkenen Flüchtling sind seine persönlichen Hoffnungen auf ein besseres Leben auf dem Mittelmeer untergegangen.

 

Eine eindrückliche Veranstaltung, die zeigt, dass das Thema Flucht und Asyl uns noch lange beschäftigen wird.

 

 

Intensive Diskussionen nach den Vorträgen

 

Susanne Knickmeier (Amnesty International) und Dieter Baumgartner im Gespräch mit Teilnehmern des Informationsabends.

 

 

 

Iran's Herz schlägt

 

Iran's Herz schlägt, so der Titel einer Ausstellung, die organsiert von unserer Stadtgruppe und mit Unterstützung durch die Hochschulgruppe vom 17.03. bis 04.04.16 in der Landeszentrale für politische Bildung gezeigt wurde.

 

Schon der Eröffnungsabend erfreute sich regen Zuschauerandrangs, nicht zuletzt auf Grund eines Artikels auf Fudder.de, den Sie hier nachlesen können.

 

Worum dreht sich die Ausstellung? Seit über 100 Jahren kämpfen die Frauen des Iran für ihre Rechte und die Rechte ihrer Familien. Die Ausstellung erzählt von den mutigen Menschenrechtsaktivistinnen, die sich weder von willkürlichen Verhaftungen noch von der Flucht ins Exil von ihrem Kampf abbringen lassen.

 

 

Wir hatten das Glück in der Landeszentrale für politische Bildung in Freiburg die Ausstellung vom 17.03. bis 04.04.2016 für alle interessierten Freiburger*innen zeigen zu können. Es handelt sich dabei um eine internationale Wanderausstellung, die seit vielen Monaten durch Deutschland tourt und nun endlich auch in Freiburg Zwischenstation gemacht hat.

 

 

Ausstellungseröffnung 17

 

Endlich geschafft – nach langer Vorbereitung war es der Stadtgruppe gelungen, die hochspannende Ausstellung auch nach Freiburg zu holen. Hier ein Teil der Gruppe am Eröffnungsabend.

 

Weiterführende Berichte gab es neben den Printmedien auch auf folgenden Webseiten: Badische Zeitungaawa-association sowie bei heyevent.

 

Aktuelle Termine

Einsteigertreff AI Freiburg
Dienstag, 05. Sep. 2017 | 19:00